Ulrike Kristin Schmidt

Gesammelte Texte

Tag: Kunst

Saiten Sommerführer

Kulturort Weiertal: Knorzig bis knackig – den Wurzeln auf der Spur Entwurzelt, verwurzelt, zurück zu den Wurzeln – die botanische Metapher ist omnipräsent. Der Kulturort Galerie Weiertal widmet den Wurzeln seine aktuelle Sommerausstellung: «Back to the Roots» lädt ein, mit der Kunst zusammen die Ursprünge zu ergründen. Dies trifft sich gut: Im weitläufigen Garten, zwischen […]

Saiten Sommerführer

Kunsthaus Bregenz, Małgorzata Mirga-Tas«Tełe Ćerhenia Jekh Jag» So viel Farbe! So reiche Bildwelten! Małgorzata Mirga-Tas zeigt ihre Textilcollagen im Kunsthaus Bregenz. Die Künstlerin und Aktivistin gehört der grössten ethnischen Minderheit Europas an: der Romnja. Deren Geschichte und Kultur inspirieren sie zu kraftvollen Werken, die international rezipiert werden. Ihre grossformatigen, farbenprächtigen Collagen entstehen gemeinsam mit Frauen […]

Wurzeln und Wildnis

Seit 25 Jahren ist im Winterthurer Weiertal Kunst zu sehen. Die beiden aktuellen Sommerausstellungen im Kulturort Galerie Weiertal führen zurück zu den Wurzeln und hinaus in die Wildnis. Sie werden in der Galerie und im Garten präsentiert. Dort ist die Natur eine starke Partnerin der Kunst. Der Baum sieht merkwürdig aus. Seine Äste wachsen im […]

Klang der Erde – Keramik in der Kunst

Appenzell — Marcel Duchamps «Fountain» ist ein Dauerbrenner. Nicht nur für die Kunstwissenschaft, sondern auch für die Kunst selbst. Sherrie Levine, Saâdane Afif, Bethan Huws und Andere haben das umgedrehte Urinal kommentiert, transformiert, persifliert. Auch Lindsey Mendick hat ihre Version dazu entwickelt, in weiss und aus Keramik – genau wie das Original, allerdings bestückt mit […]

Zwischen Schlaf und ewiger Ruhe:  Die Installation in der Kunsthalle Arbon ist rätselhaft und poetisch

Der Zürcher Künstler Paulo Wirz hat die Kunsthalle Arbon in ein Traumland verwandelt: Seine detailreiche Installation verbreitet in der ehemaligen Industriegebäude eine geheimnisvolle Stimmung. Raus aus dem gleissenden Sonnenlicht, hinein ins Dunkel der Kunsthalle Arbon: Hier hat der Künstler Paulo Wirz einen stillen Kontrast zur bunten Sommerwelt inszeniert. Von der zweihundert Meter entfernten Badi Arbon […]

Drei auf einen Streich

Petra Cortright zelebriert Schönheit, Fred Waldvogel die Pilzwelt und Thomas Stüssi beobachtet Alltägliches und Schräges im Appenzellerland. Das Zeughaus Teufen präsentiert unterschiedliche Positionen in drei parallelen Ausstellungen. Einsam baumeln die Luftballons im Garten. Das Fest ist vorbei. Die Welt ist nicht immer schön. Aber die traurigen, banalen oder rätselhaften Dinge und Begebenheiten gehören auch dazu. […]

Kunstkosmos im Sittertal

Felix Lehner erhält am 16. Juni den Prix Meret Oppenheim. Damit würdigt das Bundesamt für Kultur Persönlichkeiten und ihre Lebenswerke im Bereich von Kunst und Architektur. Oft reicht das Wirken der Ausgezeichneten weit über die Landesgrenzen hinaus – so wie im Fall des St.Galler Kunstgiessers. «Der erste Guss war ein Werk von Hans Josephsohn, ich […]

ICH TIER WIR/Jeannette Vogel

St.Gallen — Rosa, rund, riesig steht das Tier auf dem Papier. Ist es ein Schwein? Ein Fuchs? Egal; es ist ein schönes Geschöpf. Die Umrisslinie hat Jeanette Vogel hier wie in ihren anderen Tierzeichnungen mit sicherer Hand gezogen, die Binnenfarbe markant gesetzt. Ein grosses Konvolut ihrer Werke hat das St.Galler openart museum vor einigen Jahren […]

Wolfgang Tillmans: Weltraum

Dresden, Paris — Unvoreingenommen, interessiert, zugewandt – so begegnet Wolfgang Tillmans (*1968) der Welt mit seiner Kamera. Das beiläufige Stillleben auf dem Fensterbrett ist der nächtlichen Metropole ebenbürtig, das Gestrüpp am Strassenrand dem Kernforschungszentrum CERN. Alles ist wertvoll, nichts bedeutungslos. Seit fast vier Jahrzehnten beobachtet Tillmans auf einzigartige Weise die Dinge, Menschen und Zustände. Langweilig […]

«Auf der Strasse» – Rein ins Museum

Vaduz — Programmatisch steht eine Frage am Anfang der Ausstellung: «Weisse Wände?» hatte irgendwer irgendwann auf eine Wand gesprayt, irgendwo in einer Stadt. Ovidiu Anton hat die Umrisse des Schriftzuges auf Papier übertragen und das Blatt mit dicht gesetzten Strichen bis zum Rand hin ausgefüllt. So bildet das ursprüngliche, anonyme Graffiti eine Leerstelle und fragt […]