Ulrike Kristin Schmidt

Month: März, 2016

Die Kunst guckt in die Röhre

Das Kunstmuseum Liechtenstein zeigt eine Ausstellung zum Fernsehen in der Kunst. Das Medium reizt zum Widerstand und birgt einiges an Unterwanderungspotential. Vergraben, verstecken, vernageln oder mit Stacheldraht umwickeln – kaum hatte sich das Fernsehen zum Massenmedium entwickelt, attackierten Künstler das Gerät. Damit demonstrierten sie eindrücklich ihr Ohnmachtsgefühl gegenüber der neuen Allgegenwart bewegter Bilder oder vielmehr […]

München: Rodney Graham

Rodney Grahams Bezugssystem ist formal und inhaltlich weit verzweigt. Wer sucht, wird in jedem Falle fündig. Spezielle Kenntnisse in Musik- und Kunstgeschichte, in Philosophie und Literatur sind von Vorteil. Doch auch wer sich ergötzen will an attraktiven Bildern freut sich auf ein Wiedersehen mit den konzeptuellen Werken des Kanadiers. Selbst jene, die es vorziehen sich […]

Bregenz: Das Kunsthaus als Klangraum

Die Turner-Preisträgerin Susan Philipsz arbeitet mit Musik als Speicher der Erinnerung. Für ihre Toninstallationen zerlegt sie Musik in einzelne Töne und fügt sie über separate Räume hinweg wieder zusammen. In ihrer aktuellen Ausstellung verwandelt sie das Kunsthaus Bregenz in einen Resonanzkörper. Klare Töne aus unbestimmter Richtung – Klarinette zuerst, abgelöst durch weiter entfernt klingende Violinen, […]

Inhalt im Zwischenraum

Ein Arbeitstitel ist ein Provisorium. Er umschreibt eine Idee, ohne bereits auf sie festgelegt zu sein, aber mit dem Potential, sich als gültig zu erweisen. Annaïk Lou Pitteloud nennt ihre Ausstellung in St.Gallen „Working Title“ und findet damit den präzisen Ausdruck für ihre Arbeit über künstlerische und kunsttheoretische Praxis. ( ) – der kursiv gesetzte […]