Ulrike Kristin Schmidt

Month: Juni, 2011

Es ist was es ist

Im Palais Bleu ist die siebente Le-Lieu-Ausstellung zu sehen. Unter dem Titel „Get up and run away with it“ versammelt Kuratorin Nadine Wietlisbach Arbeiten von fünf Künstlerinnen und einem Künstler zum Thema Liebe. Grün ist die Kunst. Blau ist der Schlaf. Gelb ist die Freizeit. Rot sind die Kinder. Auf zwei Grossformaten entwirft Seline Baumgartner […]

Mal verklärt, mal plakativ

In der aktuellen und ersten Ausstellung im neugegründeten „tartar“ wird Kunst aus den Zeiten vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhanges gezeigt. Die Kuh als ästhetisch bedenkliches Ding: Immer wieder tauchen sie und ihre Polyesterschwestern, ihre Verwandten in Bären-, Löwen- oder Pferdeform als Innenstadtmöblierung auf. Der Anspruch dieser Tierparaden als Kunst im öffentlichen Raum […]

Glasur als Malerei

Christian Röllin zeigt in seiner Galerie Werke des Amsterdamers Marien Schouten. Seit Jahren widmet sich der Künstler keramischen und malerischen Arbeiten. Keramik – da denkt der eine an den Zahntechniker, die andere an die Plättli im Badzimmer und der dritte an den Töpfermarkt. Die Bildende Kunst folgt erst einige Plätze weiter hinten in der Assoziationskette. […]

Eine Akustik wie in der Scala

Die Oper kehrt zurück in die Lokremise. Kammer-, Kinder- und Kurzopern zeigen: Musiktheater im Depot funktioniert. Die Lokremise 1992: Nicht mehr in Betrieb – aber trotzdem noch ein Depot. Nicht mehr Arbeitsplatz der Lokführer und Depotaufseher – trotzdem noch durchdrungen von Karrenschmiere und Maschinenöl. Nicht mehr Lokwerkstatt – und schon Kulturbühne als Aufführungsort des dramatischen […]

Forgotten oder Unvergessen

Das Leipziger Künstlertrio FAMED stellen als erste Artists in Residence in der Lokremise aus. Unter dem Titel „Vor den Dingen, nach dem Affekt“ zeigen sie ihre aktuellen Arbeiten. John Armleder hat die Lokremise eingeleuchtet, Norbert Möslang hat das weltweite Netz hereingeholt, FAMED richten sie wohnlich ein. Fast. Vom Büchergestell über die Topfpflanze bis zur Zimmertür […]

St. Gallen: Zu Hause auf der Strasse

Ist Kunst von Obdachlosen anders zu bewerten als das Werk eines Künstlers mit Atelier und Wohnsitz? Falls ja, warum? Wie wirkt sich die Arbeitsumgebung, die soziale Aussenseiterposition auf die Inhalte aus und auf formale Aspekte? Diese Fragen stellen sich im Museum im Lagerhaus in St. Gallen auch deshalb, weil Naive Kunst und Art Brut den […]