Ulrike Kristin Schmidt

Category: Obacht Kultur

Sonja Hugentobler, LE DÉJEUNER, 2019

Sonja Hugentobler hat mit LE DÉJEUNER das «Letzte Abendmahl» Leonardo da Vincis für die Kulturlandsgemeinde neu gedacht und modifiziert. Der Tisch. Ort des Zusammentreffens, der Konversation, der Arbeit, des Essens, des Spiels. Sonja Hugentobler zeigt einen gedeckten Tisch. Dahinter öffnen sich hohe schmale Fenster und sorgen gemeinsam mit seitlichen Nischen für eine lichte, atmosphärische Stimmung. […]

Leinen los: Das Gewürm dräut

Fridolin Schoch, Künstler und Musiker mit ausserrhoder Wurzeln, gestaltet mit «Loopheaven» den Auftritt im Obacht 2/2019 Von Tenedos her winden sich zwei Schlangen durchs Meer und erklimmen das Ufer. Auf wen haben sie es abgesehen? Mit sicherem Schwung greifen die Tiere Laokoon an; zuerst aber ringeln sie sich um die schmächtigen Leiber seiner beiden Söhne. […]

Kunst schenken? Lieber tauschen!

Künstlerinnen und Künstler tauschen. Das Interesse an den Arbeiten Anderer ist gross und der Tausch ist ein Zeichen von Wertschätzung und erleichtert das Inkontaktbleiben. Am Schluss kommt der grosse Tausch: Die Künstlerinnen und Künstler holen ihre Arbeiten ab, sie kommen ins Gespräch, ihre Kunstwerke im Postkartenformat wechseln die Hände: «Die Atmosphäre ist sehr schön!» Birgit […]

Schaudern und Spielen

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche – was für die Einen das Werk des belebenden, holden Frühlings ist, ist für die Anderen eine eklige Jahreszeit: Thomas Stüssi betrachtet das grosse Schmelzen mit ambivalenten Blicken. Der Schnee geht. Zurück lässt er aufgeweichten Boden, eingedrückte Dächer, gebrochene Äste. Alles verliert seine Form. Nie ist ganz sicher, […]

Im Zentrum des Tuns

Eine Platte, zwei oder vier Stützen – ein Tisch braucht wenig, kann aber viel. Erst die Hausaufgaben, dann das Gemüse rüsten, nachher Nachtessen. Anschliessend vielleicht die Steuererklärung oder doch lieber ein Spiel? Ein Tisch kann Vieles sein: Familienzentrale, Pult, Büro, Ess-, Arbeits- und Ablagefläche. «Je grösser ein Tisch, desto mehr dient er nicht nur dem […]

Heimeliges Accessoire oder lebensnotwendig?

Der Ofen ist der Nachfahre der offenen Feuerstellen unserer Urahnen, aber er erfüllt heute andere Bedürfnisse. «Alle wollen das Feuer sehen.» Der Herisauer Ofenbauer Dominic Jud hat schon seit zwei oder drei Jahren keinen Ofen mehr ohne Glastür gebaut, Cheminées eingeschlossen. Dominic Jud erklärt den Unterschied: «Das Cheminée gibt schnelle Wärme, hat aber einen sehr […]

Bilder von Bauten

Die Denkmalpflege nutzt ein grosses, ständig wachsendes Fotoarchiv. Die eigens entstandenen Aufnahmen sind aber nur ein Teil der Arbeit mit Bildern. Auch Luftbilder, Postkarten und Zeichnungen sind wertvoll. „Wie würden wir Denkmalpflege betreiben ohne Bilder? Gäbe es die Denkmalpflege überhaupt?“ Die Arbeit der Denkmalpflege ist von Bildern geprägt. Vreni Härdi und Hans-Ruedi Beck, die seit […]

Susann Albrecht, Posta Roma 2008/2011 und Posta San Gallo 2015

Rom weckt viele Assoziationen. Auch diejenige der langen Warteschlangen in öffentlichen Ämtern. Susann Albrecht musste sich in der Schalterhalle der Post im Quartier San Lorenzo eine Stunde lang gedulden. Schliesslich erhielt die Atelierstipendiatin des Kantons St.Gallen statt des erwarteten Paketes die Adresse des Hauptverteilungszentrums der Posta Roma. Dort führte sie der Weg nach Ausweiskontrollen, Schranken, […]

Drei Fotografen – drei Fragen

Mit welcher Haltung fotografierst Du? Welche Bedeutung hat die digitale und die analoge Technik auf Deine Fotografie? Welchen Einfluss hat es auf Deine Arbeit, dass heute so viele Leute fotografieren und ihre Bilder in den sozialen Medien verbreiten? Daniel Ammann, Fotograf, Herisau: „Wenn zehn Personen den gleichen Baum fotografieren, entstehen zehn unterschiedliche Bilder. Jede Sicht […]

Jedes Ding ein Schatz

Über die Sammelleidenschaft des Hannes vo Wald „Was passiert, wenn ich verzichte?“ Ein Stück nicht in die Sammlung aufnehmen, obwohl das möglich wäre? Keine einfache Entscheidung, aber eine, der sich Hannes vo Wald immer wieder stellen muss. Denn seine Sammlung ist eine Sammlung ohne Grenzen. Sie ufert aus, sie wächst, sie schliesst Altes ein und […]